In der vergangenen Woche kamen Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion kurzfristig zum Ortstermin ans Von der Leyen-Gymnasium in Blieskastel. Auslöser waren Beschwerden an den Landrat über ausstehende Baumaßnahmen des Landkreises. Vor Ort konnten sich die CDU-Kreistagsmitglieder, begleitet von Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener, ein Bild davon machen, dass hier dringend umfassende Sanierungsmaßnahmen zur Aufwertung des Schulstandortes durchgeführt werden müssen. „Für uns als CDU-Fraktion ist klar, dass wir zum Standort am Schlossberg stehen“, sagte der Fraktionsvorsitzende der CDU, Peter Nagel. „Die Kreisverwaltung hat jetzt kurzfristig einzelne Mängel beseitigt. Allerdings ist es damit am Von der Leyen-Gymnasium nicht getan. Hier muss ein großes Sanierungsprojekt in Angriff genommen werden“, so Nagel. „Wir erwarten von der Kreisverwaltung, dass sie eine konkrete Kostenermittlung für die Sanierung des Standorts vornimmt, anstatt vor Ort verschiedene Modelle in die Diskussion zu bringen.“

Für ein starkes Blieskasteler Gymnasium

Natürlich seien bei so grundverschiedenen Gebäuden, die zum Teil auch dem Denkmalschutz unterliegen, Sanierungsmaßnahmen teuer und schwieriger umzusetzen als bei manch anderem Standort. „Wir wollen ein starkes Gymnasium in Blieskastel. Im Wettbewerb um neue Schüler sind dafür attraktive Gebäude und Räumlichkeiten sehr wichtig“, zeigte sich Nagel überzeugt. Die CDU-Fraktion zeigte sich auch offen für Diskussionen über die Nutzungskonzepte einzelner Gebäudeteile. Das Von der Leyen-Gymnasium gehöre aber an den Schlossberg. „Die Lage im Herzen der Blieskasteler Altstadt, das Schulleben in den historischen und stadtbildprägenden Gebäuden, das macht zusammen mit der engagierten und sehr motivierten Schulgemeinschaft die Seele unseres Gymnasiums aus“, erklärte Jutta Schmitt-Lang, Mitglied des Kreistags und des Landtags. „Ich bin in vielen Schulen im Land unterwegs und weiß sehr genau, dass die Atmosphäre hier vor Ort einzigartig ist. Diesen Schatz wollen wir weiter pflegen.“ In den letzten Jahren sei an allen Gymnasien im Saarpfalzkreis erheblich investiert worden. Einerseits um Gebäude zu ertüchtigen, andererseits um gestiegenen Schülerzahlen, dem Bedarf nach individueller Förderung und anderen gesellschaftlichen und pädagogischen Anforderungen an Lernorte Rechnung zu tragen. „Jetzt ist es an der Zeit, in den Standort Blieskastel zu investieren“, so Schmitt-Lang abschließend.