Rund 60.000 Euro in fünf Jahren für rot-grüne Beigeordnete und Beauftragte. Das ist der Betrag, über den der Stadtrat in seiner kommenden Sitzung entscheiden soll. Die CDU-Stadtratsfraktion übt im Vorfeld Kritik.

Grundsätzlich ist aus Sicht der CDU sinnvoll, wenn der Bürgermeister auch in Zukunft Beigeordnete in Aufgabenbereichen einbindet. So haben in der Vergangenheit die beiden Beigeordneten mit ihrem Sachverstand in ihren Fachgebieten einen sichtbaren Mehrwert für die Stadt geleistet. Auch die Höhe der Aufwandsentschädigung ist aus Sicht der CDU angemessen. Kritikwürdig ist dagegen die Umsetzung, die Aufgabenverteilung und ein zusätzlicher Posten.

Wundersame Postendichte für Rot-Grün

Neben den Beigeordneten Lisa Becker (Grüne) und Guido Freidinger (SPD) soll auch eine Beauftragte für „Kultur, Biosphäre und Tourismus“ mit Aufgaben bedacht werden. Diese Position wird eigens für die bisherige Beigeordnete Brigitte Adamek-Rinderle (Grüne) geschaffen. Für die Einrichtung der Aufgabenbereiche und Beauftragten musste in der Stadtverwaltung der Fachbereich 3 „Bürgerdienste“ komplett neu geordnet werden. Künftig ist innerhalb dieses Fachbereichs je nach Thema einer der beiden Beigeordneten zuständig. Hinzu kommt die neue Beauftragte. Früher reichte hier eine Beigeordnete für den gesamten Fachbereich.

Die CDU fordert, dass diese wundersame Postenmehrung zu einer echten Einsparung von Personal und einer Verbesserung der Verwaltungsleistung führen muss. Ansonsten ist es keinem Steuerzahler vermittelbar, warum sich drei Beigeordnete und Beauftragte um Themen kümmern, für die früher eine Beigeordnete ausreichte.