Stadtwerke müssen bei Notfallplanung Trinkwasser nacharbeiten 

Die Stadtwerke Bliestal muss ihre Notfallplanung für die Trinkwasserversorgung nacharbeiten, fordert die CDU-Stadtratsfraktion. Auf Antrag der CDU hatte sich der Stadtrat im Oktober mit dem Ausfall der Trinkwasserversorgung Anfang August und den Konsequenzen für die Zukunft beschäftigt. Das Ergebnis: Einen funktionierenden gemeindeübergreifenden Notfallplan gibt es noch nicht. Die CDU sieht die technische Abteilung der Stadtwerke hier in der Pflicht. 

Trinkwasserausfall im August

Auslöser für die Initiative der CDU war der schwere Ausfall der Trinkwasserversorgung Anfang August. Eine geborstene Hauptleitung der Stadtwerke Saarbrücken bei Erfweiler-Ehlingen brachte das gesamte System der umliegenden Wasserversorger durcheinander. Die Zusammenhänge und ihre Auswirkungen im gesamten Bliestal haben alle Beteiligten in ihrem Ausmaß überrascht, ist sich die CDU sicher. Der Bericht der Geschäftsführung im Ausschuss des Stadtrates war für die CDU noch nicht zufriedenstellend. 

Zwischenstand nicht zufriedenstellend

Die Erkenntnisse aus dem Ereignis müssen zeitnah in einem gemeindeübergreifenden Notfallplan verarbeitet werden, fordert die CDU. Insbesondere für die verschiedenen Versorger und ihr Zusammenspiel mit Krisenstäben braucht es nach Ansicht der CDU einen solchen Notfallplan – und zwar vor dem nächsten Hochsommer. Die Fraktion unterstützt damit eine frühere Initiative von Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener, die Aufsichtsratschefin der Stadtwerke ist.

CDU: Mehr Sicherheit für Versorgungsnetze

Für die CDU hat die Sicherheit der Versorgungsnetze – ob Wasser, Gas oder Strom – höchste Priorität. „Auch mit Blick auf die zunehmenden Gefahren durch Cyber-Kriminalität und Hackerangriffe müssen alle Vorkehrungen getroffen werden“, erklärte CDU-Fraktionschef Holger Schmitt. Der Bruch einer einzigen Leitung habe schließlich drastisch vor Augen geführt, wie verwundbar unsere Infrastruktur ist und wie schlecht die Versorger auf die Situation vorbereitet waren. Die CDU wird das Thema im ersten Quartal daher erneut auf die Tagesordnung setzen.